„Wann hast Du aufgehört zu tanzen?“ Wer bedrückt, ängstlich oder depressiv war, dem wurde in einer schamanischen Gesellschaft diese Frage gestellt. Die Schamanen wussten um die Wichtigkeit und Bedeutung des Tanzes.

Wann hast Du Dich zuletzt Deinem Körper hingegeben, Deinen Kopf den Füssen überlassen, damit sie Dich auf eine Reise in Deine inneren Welten führen können? Wann hast Du Deine weichen, warmen, beweglichen Wurzeln gespürt?

Der Tanz eröffnet Welten
Ich kenne nichts, das mich einfacher heilen kann als ein Tanz. Wenn ich in meinem Leben stagniere, hadere oder glaube, leiden zu müssen, dann übergebe ich mich dem Tanz. Meine Füsse kennen den Weg durch verschiedenste Phasen hindurch, die sich jedes Mal anders zeigen. Der Tanz eröffnet Räume und Welten in mir, die mich neugierig machen, inspirieren. Ich lasse alle Widerstände los und fliesse mit den Rhythmen. Ich bin einfach, was da ist. Ich brenne innerlich, ich glühe und vibriere.

Der Tanz und ich, das ist oft ein wilder Ritt mit den Gefühlen. Je mehr ich mich bewege, desto chaotischer wird es in mir. Die unteren Chakren öffnen sich und alles, was noch nicht in Liebe ist, kommt zum Vorschein. Ich schreie, ich stampfe, ich lache und weine. Alles, was sich zeigt, nehme ich komplett an. Nichts wird bewertet, kontrolliert, unterdrückt oder beschönigt. Diesen Raum der absoluten Hingabe empfinde ich als wohltuend und befreiend.

Feuer und Wölfe
Ich mag es, mich ins Chaos zu stürzen. Ich liebe dieses feurige, lebendige Weib, das ich dann bin. Oft nimmt mich meine Seele beim Tanz auf eine innere Reise mit, wo ich mit anderen Schwestern und Brüdern ums Feuer herum tanze. Fast immer weine ich dabei, weil mich diese starke Verbindung, die wir damals gelebt haben und wieder leben werden, tief berührt. Meistens begleiten mich Wölfe, manchmal auch Raben. Meistens werden mir Bilder gezeigt, Visionen, die wichtig für meinen Weg sind. Ich tanze nie allein, es sind so viele liebe Wesen da, die mit mir vor Freude vibrieren.

Seelentanz
Für mich ist so ein Tanz eine faszinierende und abenteuerliche Bewustsstseins-Reise. Es gibt nichts zu tun. Es ist auch nicht nötig, mich ständig zu bewegen. Oft folgen sehr ruhige, stille Phasen, in denen ich in andere Dimensionen und Welten geführt werde, die so anders sind als alles, was ich hier in der Materie kenne.

Es kommt der Moment, wo das Innen und Aussen verschmelzen, wo ich zum Tanz werde. Ich räume mich aus dem Weg, damit meine Seele sich durch den Körper ausdrücken kann. Dies ist für mich eine andere Ebene, die ich als grosses Geschenk empfinde. Es ist das Feinste, Zarteste und Liebevollste, was ich kenne.

In einer Gesellschaft, die ich vielerorts als starr, betäubt und gelähmt wahrnehme, würde ich jedem Menschen einen Tanz mit sich wünschen. Nicht die Ekstase ist es, die mich für den Tanz brennen lässt. Es ist die Möglichkeit, mit meinem ganzen Sein, mit all den Schichten und Geschichten von mir in Kontakt zu kommen und diese in Balance zu bringen. Ich liebe die stille Seligkeit, die sich über meinen ganzen Körper, in all meinen Zellen, ausbreitet. Die Seligkeit, mit allem, was ist, in Verbindung zu sein. Himmlisch. 

Darf ich Dich zum Tanz bitten? 

„Still und wild“ ist ein Abenteuer, bei dem ich Menschen durch verschiedene Räume hindurch führe. Dich Deinem Tanz zu widmen, kann viel in Dir in Bewegung bringen und ausbalancieren.

Ich freue mich, wenn ich Dich auf eine spannende Bewusstseinsreise begleiten darf.