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Hüterin der Kinder

Wintereinbruch im April 1977. Grosse Aufregung mitten in der Nacht. Es schneit heftig. Mama erwacht mit starken Wehen. Dies, nachdem meine Eltern wochenlang auf mich warten mussten. Mein Vater braucht starke Nerven. Er muss die 13 Kilometer von Muotathal nach Schwyz mit den Sommerpneus fahren. Meine Mutter erbricht mehrmals im Auto. Die Eltern klingeln um 00:25 beim Notfall des Spitals Schwyz. Die Hebamme ruft wenige Minuten später: „Das Kindchen kommt, das Kindchen kommt!“. Um 00:45 Uhr bin ich geboren.

Geburt ist für mich ein heiliger Prozess. Eine bewusste  Gebärkultur liegt mir am Herzen. Ich möchte die Frauen daran erinnern, dass wir schon seit Urzeiten gebären können.

Die zwei Kinder, die wir begleiten dürfen, erkenne ich als weise Lehrerinnen. Ich bin unendlich dankbar für sie.
Ich sehe mich als eine Hüterin der Kinder. Das heisst, dass ich mich in den Liebesdienst für sie stelle. Ich traue allen Kindern zu, dass sie aus sich heraus spüren und wissen, wie sie sich entfalten möchten.

All meine grossen Visionen haben mit Kindern zu tun. Ich wünsche uns, dass wir als Menschheitsfamilie Kinder als kompetente und vollkommene Wesen wahrnehmen. Ich werde nicht müde werden, Verbündete und Hüterin der Kinder zu sein.

Ich habe mich immer für das interessiert, was wir nicht sehen können. Das Leben hier auf der Erde habe ich seltsam gefunden. Ich spürte eine Sehnsucht, die nicht gestillt wurde. Es kam mir vor, als ob etwas Wesentliches fehlen würde. Später habe ich das so interpretiert, dass etwas mit mir nicht stimmen kann, weil ich weder Geld noch Erfolg hinterher jagen wollte.
Heute erkenne ich und bin in mir angekommen. Die Bücher und das Wirken von Robin Kaiser und Sanju haben mir auf dem Weg nach Hause sehr geholfen. Ich weiss jetzt, dass ich nichts weiss.

Mein Potenzial nehme ich wahr als eine Kraft, die bewegend und klärend wirkt. Meine Antennen sind sehr fein, sodass ich schon als Kind Einblick in die Zukunft und das innere Wesen der Menschen bekam. Ich nehme mich auch als Bewusstseinsforscherin wahr, die es liebt, neues Terrain zu betreten und neue Räume zu öffnen.

Ich bin dem Wasser nahe. Es lehrt mich Hingabe. Wasser findet immer einen Weg. Es verschenkt sich der Menschheit, ohne dass wir dieses Grosszügigkeit und Ehre bewusst wahrnehmen.

Während 15 Jahren habe ich als Journalistin und Redaktorin gearbeitet. Heute übe ich mich darin, in jeder Begegnung aus meinem Herzen zu sprechen. Die Sprache der Stille liebe ich jedoch mehr als alle Worte.

Mein Leben hat mich auf unzählige Reisen in über 40 Länder geführt. Letztlich erkannte ich, dass diese Reisen der Ausdruck meiner Sehnsucht war, mich, das Zuhause in mir, zu finden.

Die spannendste Reise ist für mich der Weg nach innen. In Meditation reise ich in feinstoffliche Welten, welche für mich eine Quelle der Inspiration sind.